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Harnwegsinfekte: Phytotherapeutika statt Antibiotika

Ebenso wenig, so Prof. Naber, seien Antibiotikagaben bei Harnwegsinfekten grundsätzlich nötig. Obwohl dies laut den wissenschaftlichen Fachgesellschaften nach wie vor die Therapie der Wahl sei, konzentrierten sich neuere Forschungsansätze mehr auf die Behandlung der Beschwerden als auf den Kampf gegen die Krankheitserreger. Dies eröffne zunehmend Möglichkeiten, auf Antibiotika ganz zu verzichten und sie z.B. durch pflanzliche Arzneimittel zu ersetzen.
So belegt eine Pilotstudie an 125 Frauen mit akuten, unkomplizierten Harnwegsinfekten den heilsamen Effekt eines pflanzlichen Arzneimittels. Nachdem die Patientinnen eine Woche lang eine Kombination von Extrakten aus Rosmarinblättern, Tausendgüldenkraut und Liebstöckelwurzel eingenommen hatten, klangen ihre Beschwerden – hauptsächlich häufiges und brennendes Wasserlassen sowie massiver Harndrang – rasch und deutlich ab.    

Ähnlich gut bewähren sich bei Harnwegsinfekten auch Arzneimittel, die Extrakte aus Kapuzinerkresse und Meerrettichwurzel enthalten. Wie klinische Studien belegen, besitzen die darin enthaltenen Senföle nicht nur die Fähigkeit, Bakterien zu töten, sondern wirken auch Rezidiven entgegen. Eine wichtige Eigenschaft, denn oft kommen Harnwegsinfektionen trotz vorheriger Antibiotikabehandlung in kurzer Zeit wieder.

Weitere Informationen zu Phytotherapie finden Sie unter www.kfn-ev.de
KFN 4/2014 – 26.06.2014 

 

 

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